04.02.2026
Inflationssprung von 3,8% auf 2%!? Bekanntlich ist die Inflationsrate auch der maßgebliche Parameter für die jährlichen Lohnanpassungen, um die Kaufkraft der Beschäftigten sicherzustellen. Grundsätzlich kommt also eine niedrige Inflationsrate dem Arbeitgeber und natürlich auch der Regierung nicht ungelegen. Dementsprechend groß ist in diesen Kreisen daher aktuell die Freude über den unerwartet hohen Rückgang der Inflationsrate. Neben „statistischen Effekten“ werden dafür nun auch preisdämpfende Maßnahmen der Regierung ins Treffen geführt. Doch als Konsument stellt sich man sehr wohl zwei entscheidende Fragen: 1. Warum kam es nun so plötzlich und so massiv zu einem Rückgang der Inflationsrate? 2. Warum habe ich persönlich nicht den Eindruck, dass die Teuerung derart massiv zurückgegangen ist? Ein paar Zehntelprozentpunkte werden wohl auf die politischen Maßnahmen der Regierung zurückzuführen sein, wobei allerdings deren langfristige Auswirkungen noch abzuwarten sind. Auch gewisse statistische Effekte, wie das Auslaufen verschiedener Unterstützungsleistungen im Vorjahr, die einen kurzfristigen Anstieg der Teuerung begünstigt haben, sind hier zu nennen. Doch was bei dieser Diskussion geflissentlich verschwiegen wird, ist ein für uns sehr interessantes Faktum: Für die Jänner-Inflation 2026 greift erstmalig ein neu zusammengestellter Warenkorb der Statistik Austria, wo auch eine geänderte Gewichtung einzelner Ausgabengruppen eine Systemumstellung bedeutet.  Ein Schelm, wer Böses denkt! Quelle: Kleine Zeitung